Von Indien nach Deutschland

von Dietmar Sommer (Kommentare: 0)

Lemgo/Kirchheide. Die Gossner Mission war Thema in dem Kirchheider Männergesprächskreis. In einem Einführungsreferat  erläuterte Günter Stock die Entstehungsgeschichte dieser Einrichtung.  Der Ursprung der Mission führt auf Johannes Goßner (1773 - 1858) zurück. Er war zeitlebens Vordenker und auch unbequem für die Kirche. Er bildete Handwerker zu Missionaren aus und sendete 141 Missionar-Handwerker in viele Länder dieser Welt. Heute ist die Gossner Mission neben Deutschland hauptsächlich in den Ländern Nepal, Sambia und  Indien  aktiv. Die Gossner Mission setzt sich seit Jahrzehnten dafür ein, dass Menschen, die in Ausgrenzung und Armut leben, Gerechtigkeit erfahren und ihren Weg in Würde und Selbstbestimmung gehen können. 

Zum Männergesprächskreis Kirchheide war der indische Mitbürger Anourag Minj  eingeladen. Der 22jährige Theologiestudent aus Ranchi in Indien berichtete von seinen Erfahrungen in Deutschland. So lebt, lernt und arbeitet er seit knapp einem Jahr in Bad Salzuflen. Die Palette seiner Tätigkeiten und Erfahrungen waren vielseitig.  Zu Anfang seines Aufenthalt in Deutschland nahm Anourag Minj nur zwei Monate an der VHS am Deutschunterricht teil. Sein Vortrag in deutscher Sprache vor dem Männerkreis war erstaunlich gut verständlich, so dass Pfarrer Thorsten Rosenau nur  wenig übersetzen brauchte. Auf seiner zweiten Station arbeitete der Inder in einem handwerklichen  Beruf in Lage. Im dritten Abschnitt lernte er das deutsche Erziehungswesen in einem Kindergarten kennen. Dann war er noch Patientenbegleiter in einer Klinik und betreute Senioren.

Anourg Minj erklärte, dass er in Lippe nicht nur als Gast lebte, sondern an unterschiedlichen Stätten gearbeitet habe, dabei durch die Arbeit lernen und mitfühlen konnte, wie die Menschen hier  leben und denken.

Die abschließenden Fragen der Teilnehmer bezogen sich auf die unterschiedlichen Lebensweisen, über die christliche Arbeit in Indien als Minderheit. Es wurde aber auch erfreulich festgestellt, dass unser Gast aus Indien immer zuvorkommend  behandelt wurde und wegen seiner Herkunft und seines Aussehens nicht diskriminiert wurde.

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