Europäische Union fördert Kirchengemeinde Talle

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Europäische Union fördert die ev.-ref. Kirchengemeinde Talle

Wiederherstellung und Umgestaltung des Kirchhofs ist LEADER-Projekt

Nach der Außen-und Innenrenovierung der Peterskirche in den Jahren 2016/17 wird in diesem Jahr begonnen, den Kirchhof umzugestalten und wiederherzustellen, und zwar mit Fördergeldern der EU aus Brüssel. Am 21. Februar hat die Bezirksregierung Detmold der Kirchengemeinde im Beisein von Bürgermeister Mario Hecker und LEADER-Manager Borris Ortmeier offiziell den Förderbescheid übergeben. Das Konzept des Kirchenvorstands, den Kirchhof als Erlebnis- und Besinnungsort zu entwickeln, ist zur Förderung empfohlen worden. Mit dem LEADER-Programm fördert die EU den ländlichen Raum. Konkret steht das Kirchhof-Projekt unter der Rubrik „Attraktives Nordlippe“, denn es schafft Erlebnis- und Begegnungsmöglichkeiten für Einheimische und Touristen.

Worum geht es genau? Ausgangspunkt der Überlegungen waren die über 40 historischen Grabsteine rund um die Peterskirche, die zum Teil aufwändig gestaltet sind mit Inschriften, Wappen, Bibelsprüchen und christlichen Symbolen. Diesen historischen Schatz zu heben, hat sich das Konzept zur Aufgabe gemacht: Indem die Grabsteine frei im Gelände aufgestellt werden, soll der Kirchhof wieder als ehemaliger Friedhof erkennbar werden, als Ort, der die Lebenden an die Toten und die Kostbarkeit des Lebens erinnert. Mit Hilfe von Info-Säulen und durch eine Website sollen die Inschriften der Grabsteine religionspädagogisch und museumspädagogisch erschlossen werden: Welche Hoffnung, welchen Glauben bringen die Steine zum Ausdruck? Und wie sieht es der heutige Besucher? Menschen, die auf einer Wanderung oder Radtour an der Kirche rasten, werden eingeladen, über grundlegende Fragen des Lebens nachzudenken.

„Wir mussten nach den Bauarbeiten ohnehin das Gelände wieder in Ordnung bringen, doch mit der Förderung können wir es richtig schön und einzigartig machen.“ freut sich Ute Seidemann aus dem Bauausschuss der Taller Kirchengemeinde. Sie hat als Landschaftsarchitektin die Idee mitentwickelt und ehrenamtlich die Pläne gezeichnet, nach denen nun gearbeitet werden soll. „Mit diesem Konzept versuchen wir, einen besonderen Ort zu erschließen.“ erklärt Pastor Thorsten Rosenau: „Der Kirchhof ist fast vollständig von einer historischen Bruchsteinmauer umfriedet, die Kirche und die Grabsteine werden ein einzigartiges Ensemble bilden, das man allein oder in geführten Gruppen erkunden können wird.“ Das ganze Ensemble wird – soweit möglich – barrierefrei sein.

Landschaftsgärtnerisch ist schon vieles festgelegt, die genaue Verteilung der Grabsteine und die historische und religionspädagogische Erschließung muss noch entwickelt werden, manche Grabsteine z.B. sind zur Zeit noch nicht vollständig sichtbar.

Wer Interesse hat, sich an dem Projekt zu beteiligen, ist herzlich willkommen. Näheres bei Pfarrer Thorsten Rosenau.

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