Zollstock und Bewegungslieder

von

Schulanfangsgottesdienst in Corona-Zeiten

Der Zollstock ist das Gerät dieser Tage, braucht man ihn doch, um den Sicherheitsabstand von 1,5 Metern zu bestimmen, zum Beispiel, wenn man eine Kirche für den Gottesdienst zum Schulanfang vorbereitet. Aber man kann mit ihm auch Geschichten erzählen. So geschehen bei den Gottesdiensten für die Erstklässler der Grundschule Kirchheide, die die Kirchengemeinden Talle und Bergkirchen durchgeführt haben. Mit Abstand und Minimalbesetzung (Schulkind plus Eltern, keine weiteren Gäste) reichte der Kirchraum in Bergkirchen trotzdem nur für eine Klasse, so dass jeweils ein Gottesdienst am Donnerstag und einer am Freitag in der ersten Schulwoche stattgefunden haben. Pfarrerin Cornelia Wentz und Pfarrer Thorsten Rosenau standen vor der Aufgabe, ohne gemeinsames Singen, ohne Einzug und Aktion einer Patenklasse, und immer mit gebotenem Abstand den Segnungsgottesdienst durchzuführen. Damit trotzdem Gemeinschaft und gemeinsames Feiern möglich waren, wurden manche Lieder einfach gesprochen, und die Bewegungen zu den Bewegungslieder konnte man ja trotzdem mitmachen. Bei Lied vom Liedermacher Gerhard Schöne „Alles muss klein beginnen“, das von CD eingespielt wurde, konnte man mitschnippsen, -klatschen und -stampfen, was vor allem von den Schulkindern begeistert aufgenommen wurde. Das Gleichnis von der selbstwachsenden Saat und vom Vertrauen des Sämanns erzählten die beiden Patoren mit hinfel eines Zollstocks, der zu immer neuen Figuren gefaltet wurde, so dass Klein und Groß gut folgen konnten. Danach durfte jedes Kind seinen neuen eigenen Zollstock, ein Geschenk der Kirchengemeinden zum Schulanfang, selbst ausprobieren, und ein Symbol nachbilden: Anhand von Regenbogen, Haus, Herz, Stern und Segelschiff haben die Pastoren veranschaulicht, was mit dem Segen gemeint ist und worum in dem Gottesdienst gebetet wird. Schließlich haben die Eltern selbst ihren Kindern den Segen zum Schulanfang zugesprochen – angeleitet und begleitet von ihren Pastoren.

In der Kollekte wurde 201,83 Euro zusammengelegt für die Corona-Nothilfe der Gossner Kirche in Indien.

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