Grabstein B4

alte Grabstein-Nr. 42

Name: Klocke  

geb.:
gest.: 06.01.1708
Lebensalter: 71 Jahre

Ort: Röntorf

Inschrift vorne

Hier ruhet
Anne Marie Sophie
Charlotte
Mitte[lste] Klocke
von Nro [37] Rontorf
geb Meier Edler
von Nro 1 in Westrup
geb. den [9ten Juli] 1788
gest. den [23]ten Januar
[1860

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Der Gerechten
Seelen sind in Gottes
Hand, und keine Qual
rührt sie an.
Buch der Weisheit
Cap. 3 V. 1

Aber die Seelen der Gerechten sind in Gottes Hand, und keine Qual rührt sie an.

Bibelvers nach moderner Lutherübersetzung aus der Weisheit Salomos 3,1 (sog. Apokryphen der Bibel)

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Siehe ich will dich
deiner Augen Lust
nehmen durch eine
Plage aber du sollst
nicht klagen noch wei
nen noch eine Thräne
lassen Hesekiel
24 V 16 

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Und das ist die Ver
heisung die er uns
verheisen hat das
ewige [Leben]
1 Joh 2 V 25

Unser Wandel aber
ist [im Himmel]
Phil.. [3 V 20]

Du Menschenkind, siehe, ich will dir deiner Augen Freude nehmen durch einen plötzlichen Tod. Aber du sollst nicht klagen und nicht weinen und keine Träne vergießen.

Bibelvers nach moderner Lutherübersetzung aus Hesekiel 24, Vers 16

Und das ist die Verheißung, die er uns verheißen hat: das ewige Leben.

Bibelvers nach moderner Lutherübersetzung aus 1. Johannes 2, Vers 25

Wir aber sind Bürger im Himmel; woher wir auch erwarten den Heiland, den Herrn Jesus Christus

Bibelvers nach moderner Lutherübersetzung aus Philipper 3, Vers 20

Im Giebel dieses Grabmals findet man Schmetterling und Kokon als Zeichen für Tod und Auferstehung. 

Anne Marie Charlotte Meier-Edler vom Hof Nr. 1 aus Westorf war in 1. Ehe mit Johann Friedrich Anton Mittelste-Klocke in Röntorf Nr. 37 verheiratet, der am 1.6.1825 mit 39 Jahren starb. 

Am 11.11.1825 heiratete sie dann Simon Philipp Klocke vom Nachbarhof Nr. 36, der zu ihr auf den Hof kam. 

Ein Sohn starb 1807 vor der Taufe, sonst bleiben beide Ehen kinderlos und der Hof Nr. 37 fiel nach Simon Philipps Tod 1866 an seinen Halbbruder Friedrich August (Grabstein mit dem Steinkreuz, Nr. D10). 

Die beiden prunkvollen Grabmäler markieren so das Ende eines eigenständigen Hofes und einer alten Familie, die aber durch die noch heute lebenden Nachkommen der fortheiratenden Töchter und Söhne nicht eigentlich "ausgestorben" ist. (Quelle: Nicolas Rügge, Die Grabsteine an der Kirche in Talle)